Donnerstag, August 20, 2009

Gewerkschaften greifen Guttenbergs Industrie-Konzept massiv an

Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) stößt mit seinem Industrie-Konzept auf massiven Protest der Gewerkschaften. Der Politiker wolle sich offenbar «als Abwrackminister von Arbeitnehmerrechten profilieren», sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, der «Frankfurter Rundschau». Auch Hubertus Schmoldt, der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie und Energie, kritisierte den Rückgriff auf «überholte neoliberale Rezepte». Entschieden lehnte Wetzel vor allem die von Guttenberg geforderte Flexibilisierung des Arbeitsmarktes ab: «Wir brauchen nicht weniger Mindestlöhne, sondern mehr. Wir brauchen keine weitere Freigabe der Leiharbeit, sondern ihre soziale Regulierung.» Deutschland befinde sich nicht wegen Arbeitskosten und Arbeitsbedingungen in der Krise, «sondern wegen des unverantwortlichen Runs auf Profit und der Gier nach Turbogewinnen», sagte Wetzel. Schmoldt monierte, die versprochenen Steuersenkungen müssten von Beschäftigten und Beitragszahlern finanziert werden.

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