Sonntag, September 13, 2009

Raus aus Afghanistan

 

„Mit Krieg kann man Terror nicht bekämpfen", Monika Knoche, MdB

 

Direktkandidat der DIE LINKE. im Wahlkreis 200 Koblenz Wolfgang Ferner und Mitglied des Bundestages Monika Knoche diskutierten in der Stadthalle Lahnstein mit interessierten Bürgern über das Konzept der Partei zum Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Lahnstein 10.9.2009

 

Monika Knoche informierte die Bürger zunächst mit einem Vortrag über die aktuelle Situation der Bevölkerung in Afghanistan. Der Einsatz der Bundeswehr „zur Verteidigung Deutschlands am Hindukusch" war für Frau Knoche einer der Gründe – nach 26 Jahren Mitgliedschaft und Bundestagsabgeordnete – die Partei B90/Die Grünen zu verlassen, da man „Krieg nicht mit Terror bekämpfen kann." Viele Zivilorganisationen ziehen sich wieder aus Afghanistan zurück, weil ziviler Aufbau eben nur ohne Krieg möglich ist.

 

In militärischen Dokumenten wurde der Begriff des „asymetrischen Krieges", der die neuen militärischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert darstellen soll, eingeführt. Asymetrisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es keinen souveränen Staat als gegenüber in dieser Auseinandersetzung gibt.

 

Hierzu wiederholt Wolfgang Ferner die Feststellung, dass laut Strafgesetzbuch noch keine Definitionen für die Begriffe „Terror" und „Terrorist" gegeben sind.

 

DIE LINKE. fordert schon lange den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Dafür hat sie ein Konzept, die sog. Exit-Strategie, erstellt, dass nicht den kopflosen Abzug der Truppen vorsieht. Vielmehr werden hier Alternativen aufgezeigt, wie man die Bevölkerung wirklich beim Aufbau des Landes unterstützen kann. Hierzu bedarf es zivilen Helfern, die zusammen mit regionalen Kräften Entwicklungshilfe betreiben.

 

Prekär ist vor allen Dingen die heutige Lage der Frauen in Afghanistan. Seit Beginn militärischen Interventionen haben Frauenhandel und häusliche Gewalt verstärkt zugenommen. Junge Frauen werden im wahrsten Sinne des Wortes verkauft, um die Familie zu ernähren. Auch ist es eine Tatsache, dass Männer, die selbst Gewalt ausgesetzt werden, diese in Form von Körperverletzung oder gar Vergewaltigung an schwächere weitergeben – in diesem Fall an ihre Frauen. Jede zweite Witwe in Afghanistan begeht Selbstmord, weil sie keinerlei soziale Absicherung hat. Dies obwohl die Partei B90/Die Grünen den Militäreinsatz mit dem Argument beworben hatte „die Frauen zu befreien."

 

Wolfgang Ferner zieht im Anschluss daran die Verbindung zur Gewalt in einigen afrikanischen Staaten. Gemeinsam haben alle diese Auseinandersetzungen die Frage danach, wer die Macht – und damit den Profit – über die Rohstoffe, über die diese Länder verfügen, hat.

 

Weiterhin wiederholt er die Feststellung, dass laut Strafgesetzbuch noch keine Definitionen für die Begriffe „Terror" und „Terrorist" gegeben sind.

 

Leonie Berner

 

 

 

 

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