Donnerstag, Oktober 01, 2009

Studie: Noch unterschiedliche Befindlichkeiten zwischen Ost und West

Leipzig (ddp). Zwischen Ost und West gibt es nach wie vor unterschiedliche Einschätzungen zu Gesellschaft und Staat. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts USUMA unter 2512 Ost- und Westdeutschen im Alter von 14 bis 94 Jahren im Auftrag der Universität Leipzig hervor. Der Umfrage zufolge sind fast zwei Drittel der Ostdeutschen (knapp 64,9%) unzufrieden mit der Demokratie, während im Westen nur 35,4% dieser Ansicht sind. 76% aller Befragten halten Demokratie als Idee aber insgesamt für gut. Ferner glauben 60,5% der Ostdeutschen, dass viele Westdeutsche sie als Deutsche zweiter Klasse behandelten. In Westdeutschland teilen 29% diese Meinung. 40,8% der Befragten sehen zudem die gesellschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland nach der Wende als Fortschritt, zehn Prozent als Rückschritt. Im Osten wird bei knapp 50% die Meinung vertreten, dass der Sozialismus im Grunde eine gute Idee ist, die bisher nur schlecht ausgeführt wurde.

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