Dienstag, Oktober 13, 2009

ver.di fordert härteres Durchgreifen bei Dumpinglöhnen /

Wirtschaft fordert von Koalitionsverhandlungen klare Signale

Berlin (ddp). Vor dem Hintergrund von Stundenlöhnen von 1,50 Euro, die von Zollfahndern in Nordrhein-Westfalen aufgedeckt wurden, hat die Gewerkschaft ver.di ein härteres Durchgreifen der Strafverfolgungsbehörden gefordert. Der Vorsitzende Bsirske sagte der «Bild»-Zeitung (heute), dass es sich bei entsprechenden Stundensätze für Friseurinnen und Zimmermädchen nicht um Einzelfälle handele: «Deutschland ist zum Billiglohnparadies für Ausbeuter geworden. Gerade jetzt in der Krise wird die wirtschaftliche Not von Menschen schamlos ausgenutzt, da werden Armutslöhne immer öfter zum Geschäftsmodell der Schande.»

Berlin (ddp). Vor dem Hintergrund zunehmender Streitigkeiten um die Finanzierbarkeit einer Steuerreform in der neuen Koalition hat die deutsche Wirtschaft davor gewarnt, die Chance zu grundlegenden Reformen zu vertun. «Union und FDP dürfen die Erwartungen nicht enttäuschen. Die künftige Bundesregierung müsse «alle staatlichen Ausgaben auf den Prüfstand stellen. Teure Versprechen wie die Rentengarantie wird die Koalition kaum aufrecht erhalten können, wenn sie ihrer Verantwortung gegenüber den Beitrags- und Steuerzahlern gerecht werden will.»

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