Mittwoch, November 25, 2009

DGB: Politik muss mehr tun für Lohngleichheit von Männern und Frauen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert von der Bundesregierung größere Anstrengungen zum Abbau der Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen. Um die Einkommen anzugleichen, müssten vor allem weitere Mindestlöhne eingeführt werden, zum Beispiel im Pflegebereich, sagte die DGB-Bereichsleiterin für Gleichstellungspolitik, Claudia Menne, der «Berliner Zeitung» (Freitagausgabe). Zuvor hatte das Statistische Bundesamt bekanntgegeben, dass 2008 der durchschnittliche Bruttoverdienst von Frauen wie im Vorjahr um 23 Prozent unter dem männlicher Erwerbstätiger gelegen hat. Auch müssten Minijobs abgeschafft werden um zu verhindern, dass immer mehr reguläre Arbeitsplätze in mehrere billigere Minijobs aufgeteilt würden, sagte Menne. Dies würde vor allem Frauen helfen, da auf sie der Großteil aller Minijobs entfalle. «Der Kampf gegen den Niedriglohnsektor wäre ein gigantisches Aufwertungsprogramm für weibliche Berufstätige», sagte die Gewerkschafterin. Leider wolle die schwarz-gelbe Koalition den Niedriglohnsektor sogar noch ausbauen. An die Tarifparteien appellierte sie, typische Frauentätigkeiten - zum Beispiel bei der Pflege oder Erziehung - neu zu bewerten und besser zu entlohnen.

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