Montag, Januar 25, 2010

Lafontaine-Verzicht beflügelt Debatte um Rot-Rot

Berlin (dpa) - Der Rückzug von Linke-Chef Lafontaine aus der Bundespolitik hat die Debatte um eine Annäherung von SPD und Linke neu entfacht. Skepsis über ein baldiges Zusammenrücken äußerten weitere SPD-Vertreter und prominente Linke-Politiker. Für ihn sei «völlig unerheblich», wer an der Spitze der Linken stehe, sagte Gabriel der dpa. Der Rückzug Lafontaines vom Vorsitz der Linkspartei ist nach Ansicht seiner Stellvertreterin Wawzyniak einschneidend, aber für die weitere Politik der Partei ohne Folgen. «Es ist eine tiefe Zäsur», sagte Wawzyniak der «Berliner Zeitung» (heute). Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Bartsch, wandte sich gegen die Einschätzung, Lafontaines Abgang werde Bündnisse mit der SPD leichter machen. «Das sehe ich ausdrücklich anders», sagte er der «Ostsee-Zeitung» (heute). Eine Gruppe junger Parlamentarier von SPD, Linke und Grünen hatte in einem Aufruf in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» gefordert, darauf hinzuarbeiten, dass Rot-Rot-Grün eine realistische Alternative zu Schwarz-Gelb werde. Bartsch befürwortete im «Handelsblatt» (heute) ausdrücklich solche Kontakte. Grünen-Chefin Roth meinte in der «Bild am Sonntag», für SPD und Linkspartei bestehe nun die Möglichkeit, ihr Verhältnis zu klären. Der SPD-Linke Annen sagte dem «Handelsblatt»: «Viele Politiker innerhalb der Linkspartei sind schon heute verlässliche Partner für Sozialdemokraten in den Ländern und wichtige Ansprechpartner im Bund.»

1 Kommentar:

Magdalena hat gesagt…

Es war die richtige Entscheidung von Oscar Lafontaine, sich zurück zu ziehen. Die Gesundheit geht in seinem Fall wirklich vor. Meiner Meinung nach wird es nun leichter Koalitionen zwischen, rot-rot-grün zu schließen, denn Lafontaine verhinderte dies zuvor. Ich glaube rot-rot-grün wird nun eine wirkliche und bessere Alternative zu schwarz-gelb.