Montag, Februar 01, 2010

Reform à la v.d. Leiden

Von der Leyen möchte Wort «Hartz IV» verbannen


Berlin (dpa) Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU) möchte das Wort «Hartz IV» gerne aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verbannen. Der Begriff sei so negativ besetzt, dass er eine differenzierte Debatte über Langzeitarbeitslosigkeit behindere. Deshalb sei es «absolut wünschenswert, dass auf die Dauer das Wort Hartz IV verschwindet», sagte sie der «Welt» (heute). Neue Begriffe könne man aber nicht von oben verordnen. «Das geht nur, indem sich das Bild in der Bevölkerung zum Positiven verändert.» Für stärkere Anreize sprach sich Familienministerin Köhler (CDU) aus, um Hartz-IV-Empfänger zur Aufnahme einer Vollzeitbeschäftigung zu bewegen. Für Arbeitslose lohne sich ein kleiner Hinzuverdienst, bei regulären Vollzeitjobs sei dies nicht immer der Fall. Regional gestaffelte Hartz-IV-Regelsätze forderte der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Sinn. Sie sollten in Großstädten bis zu sechs Prozent höher liegen als in den strukturschwachen Gegenden, sagte Sinn der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

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