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Freitag, März 05, 2010

Koblenzer Atom-Fuchs poltert erneut gegen Hartz-IV-Empfänger

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag, Michael Fuchs, hat in einem Interview in der Rhein-Zeitung vom 22. Februar abermals scharf gegen Hartz-IV-Empfänger geschossen. Der Koblenzer Fuchs ist in der Region unter anderem auch als Atom-Fuchs berüchtigt, der sich für einen möglichst langen Erhalt der unsicheren, ineffizienten Atomkraft ausspricht und sich vehement für eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten der maroden Atomkraftwerke in Deutschland einsetzt. Daneben hat er sich in den letzten Wochen auch als glühender Verfechter der neoliberalen Ideologie des Sozialstaatsabbaus einen Namen gemacht. Dass Hartz-IV die Armut in Deutschland gesteigert hat, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Sozialleistungen wurden gesenkt, Sanktionsmöglichkeiten gegen Bedürftige erhöht. Fuchs genügen diese Sanktionsmöglichkeiten offensichtlich noch nicht – er scheint in einem inoffiziellen Wettstreit mit Guido Westerwelle zu stehen, in dem derjenige gewinnt, der am schlimmsten gegen Bedürftige hetzt.

Bisher kommt Fuchs noch nicht an die Polemik und Demagogie von Westerwelle heran, allerdings bemüht er sich redlich, wenn er Folgendes erklärt: „Leute, die sich ein gutes Leben mit Hartz IV machen, zulasten der Allgemeinheit, müssen Sanktionen intensiver spüren.“

Fuchs offenbart, dass er nicht einen einzigen Hartz-IV-Empfänger persönlich kennt, genauso wenig wie Westerwelle. Von einem „guten Leben“ mit Hartz-IV zu sprechen, ist schlicht idiotisch.

Die Herren Fuchs und Westerwelle und alle anderen, die ähnlich denken, sollten für drei Monate mit Hartz-IV-Empfängern die Rollen tauschen und anschließend zu ihren Erfahrungen befragt werden. Die Antworten kann sich jeder selbst ausmahlen.
Frank Heydel

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