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Sonntag, März 21, 2010

Schulbuchausleihe à la Rheinland-Pfalz = falsches System

Es ist schon eigenartig: was in vielen Ländern der Bundesrepublik seit vielen Jahren Standard ist, wird in einer unsozialen Form erst 2010; nach mehr als 15 Jahren SPD-Regierung eingeführt: Das Land besorgt die Schulbücher.
Das System in Rheinland-Pfalz ist unsozial und überfordert gerade "bildungsferne" Eltern. Zum einen: warum werden nur die Schulbücher bis zur 10 Klasse angeboten? Sollen Kinder aus armen Familien vom Abitur abgehalten werden? Zum anderen ist mir dem Frühlingsanfang die Frist beendet, innerhalb der die Befreiung von der Ausleihgebühr beantragt werden konnte! Das ist unsozial und unverständlich: denn gerade die Familien, die unbedingt auf diese Unterstüzung angewiesen sind, haben oft eine Scheu vor Formularen und meiden Gemiende- und Kreisverwaltung wo sie nur können. Ganz zu schweigen von den Eltern, die erhebliche Schwierigkeiten mit dem Schreiben und dem Lesen haben.
Die Bildungskatastrophe schreitet fort und die Parteien im Landtag streiten darum, wer die irre Idee hatte, Schulbücher gegen eine Gebühr auszuleihen.
Die Linke fordert dagegen nicht nur, dass die Schulbücher für alle Klassen kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen: die Linke fordert nicht nur ein gemeinsames Lernen aller Kinder so lange wie nur möglich: Die Linke fordert, dass alle Lehrmittel frei sind und nicht der erniedrignede Gang eines Antrags auf Befreiung gestellt werden muss. Alle Kinder haben in der Ausbildung, in der Schule (und im vorschulischen Bereich) die selben Rechte. Allen Kindern muss eine kostenfreie Ausbildung angeboten werden, die soziale Trennung muss beendet werden. Es ist ein Skandal, dass in Deutschland die Schulbildung der Kinder vom Geldbeutel der Eltern bestimmt wird.

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