Sonntag, August 15, 2010

Lafontaine ruft Linkspartei zur Ordnung

Saarbrücken (ddp). Der ehemalige Linke-Vorsitzende Lafontaine hat seine Partei aufgerufen, den öffentlichen Streit über die Einkünfte seines Nachfolgers Klaus Ernst beizulegen. «Es hat keinen Sinn, dass sich die Partei wochenlang öffentlich mit einer einzigen Frage beschäftigt», sagte er der «Saarbrücker Zeitung». Der Bundestagsabgeordnete Leutert warnte dagegen vor auf „Spiegel Online“ schwerem Schaden. Die Vorsitzende Lötzsch betonte, dass die Partei die Diskussion sehr ernst nehme und zu einem Konsens kommen wolle. Am 6. September will der Geschäftsführende Parteivorstand mit Vertretern der Landesverbände über die Vergütungen hauptamtlicher Funktionäre beraten.

Nach Einschätzung von Lafontaine ist das von seiner Partei gestützte Modell einer rot-grünen Minderheitsregierung in Düsseldorf auch auf andere westdeutsche Bundesländer übertragbar. «Auf West-Länderebene ist eine Zusammenarbeit von SPD, Grünen und der Linken ohne weiteres möglich», sagte er derselben Zeitung.

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