Dienstag, August 24, 2010

Merkel sieht große Vorzüge in Freiwilligen-Dienst / AWO kritisiert

Leipzig (ddp). Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat angesichts der möglichen Aussetzung der Wehrpflicht die Vorzüge eines neuen Freiwilligendienstes betont. «Ich glaube, da liegt eine Riesenchance für unsere Gesellschaft drin. Weil wir die Dienste attraktiver machen können», sagte Merkel im Interview mit der Mediengruppe Madsack. Auch könnte der Staat «offensiver dafür werben». Dies gelte sowohl für den Wehr-, als auch den Zivildienst.

Der angekündigte bundesweite Freiwilligendienst wirft nach Einschätzung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) «mehr Fragen auf als er Antworten gibt». So habe Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) angekündigt, sie wolle die negativen Effekte eines Endes des bisherigen Zivildienstes auf die soziale Infrastruktur minimieren. «Es fragt sich allerdings, wieso dann eine Doppelstruktur installiert werden soll, indem ein neuer bundesweiter freiwilliger Zivildienst geschaffen wird, statt die bestehenden Strukturen für die Jugendfreiwilligendienste zu nutzen», kritisierte der AWO-Bundesvorsitzende Stadler. Freiwilliges Engagement lasse sich nicht wie der bisherige Zivildienst staatlich verordnen und verwalten.

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