Dienstag, August 17, 2010

Schatzmeister der bayerischen Linkspartei lehnt Rücktritt ab

Passau/Hamburg (ddp). Im Machtkampf der bayerischen Linkspartei lehnt Landesschatzmeister Voß einen von Mitgliedern geforderten Rücktritt ab. «Ich sehe keinen Grund zurückzutreten», sagte er der «Passauer Neuen Presse» (heute). Der bayerische Landesverband habe große Defizite bei den Mitgliederdaten. «Die Probleme, die ich aufgezeigt habe, müssen geklärt werden», forderte er. Linksfraktionschef Gysi stärkt unterdessen Ernst den Rücken und fordert den Rücktritt von Voß. Wenn es im bayerischen Landesverband sogenannte Karteileichen gebe, liege das in erster Linie in der Verantwortung des Landesschatzmeisters, sagte er derselben Zeitung. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Bartsch, räumte Unregelmäßigkeiten bei den Mitgliedszahlen ein. »Das hatten wir schon in einigen westdeutschen Landesverbänden", sagte Voß der «Financial Times Deutschland» (heute). Laut Bartsch versuchen Kreisvorsitzende immer, möglichst viele Delegierte zu schicken. Deswegen würden sie zu Stichtagen, an dem der Delegiertenschlüssel festgelegt wird, im Zweifel pro Mitglied entscheiden. Das gelte für alle Parteien.

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