Sonntag, August 15, 2010

Zeitung: Niedriglöhne kosten die Steuerzahler 50 Milliarden Euro

Frankfurt/Main (ddp). Seit dem Start von «Hartz IV» haben die Steuerzahler weit über 50 Milliarden Euro ausgegeben, um Niedriglöhne aufzustocken. Das berichtet die «Frankfurter Rundschau» unter Berufung auf Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium. Die Ausgaben für die Aufstocker stiegen kontinuierlich von acht Milliarden Euro im Jahr 2005 auf elf Milliarden Euro 2009. Damit dient im «Hartz IV»-System derzeit fast jeder dritte Euro dazu, niedrige Löhne aufzustocken, weil diese allein den Lebensunterhalt nicht sichern. 2005 hatte dieser Anteil noch bei einem Fünftel gelegen. «Die Bundesregierung blockiert seit Jahren den gesetzlichen Mindestlohn und verschwendet das Geld der Steuerzahler», kritisierte Linkspartei-Chef Ernst, der die Daten bei der Bundesregierung abgefragt hatte.

Keine Kommentare: