Montag, November 08, 2010

Linkspartei ringt um künftiges Programm

Berlin (dapd)- Die Linkspartei hat am Sonntag mit einem Programmkonvent in Hannover die erweiterte Debatte über die künftigen Eckpfeiler ihrer Politik eingeläutet. Die Vorsitzenden Lötzsch und Ernst warnten dabei vor einer zu lebensfernen Ausrichtung der Partei und mahnten konkretere Zielsetzungen an. Ernst sagte, die Partei müsse "die Menschen dort abholen, wo sie sind". Lötzsch kritisierte vor rund 600 Teilnehmern, der bisherige Programmentwurf sei zu abstrakt. Auch die ehemaligen Vorsitzenden ergriffen das Wort und zeigten sich veränderungsbereit. Bisky mahnte, die Linke müsse verstärkt "Lust" auf politische Veränderungen machen. Statt auf "Verzichtsideologien" zu setzen, solle man "gute Arbeit und gutes Leben" in den Vordergrund stellen. Lafontaine dankte ausdrücklich allen Kritikern des Entwurfs. In seiner Abschlussrede charakterisierte er die Linke als "demokratische, soziale und ökologische Erneuerungsbewegung", die für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung streite und als einzige Partei die "Eigentumsfrage" stelle.

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