Mittwoch, Februar 09, 2011

Eine neue Form der Ausbeutung

Frauen und Zuwanderer sollen Lücke am Arbeitsmarkt schließen


Die Bundesagentur für Arbeit hat einen Zehn-Punkte-Plan für Deutschland aufgestellt, um den drohenden Fachkräftemangel in den kommenden Jahren zu verhindern. Vor allem durch eine verbesserte Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik lassen sich demnach bis zum Jahr 2025 mehrere Millionen zusätzliche Arbeitskräfte gewinnen. Dies geht aus der Studie "Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland" hervor. Im besten Fall könnten allein durch eine stärkere Integration von Frauen in die Erwerbstätigkeit rund drei Millionen Vollzeitarbeitskräfte gewonnen werden. "Wir können es uns nicht leisten, die schlummernden Potenziale in unserem Land zu ignorieren", sagte Behördenvorstand Raimund Becker. Weitere Ziele seien unter anderen die Senkung der Abbrecherquoten von Schülern, Auszubildenden und Studierenden sowie die Erhöhung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden.

Selbstverständlich denkt niemand daran, den Staaten, aus den wir Zuwanderer abziehen wollen, die Ausbildungskosten für diese Arbeitskräfte zu erstatten: das ist doppelt Ausbeutung - zum einen die Arbeiter, die regelmäßig für deutlich niedrigere Löhne arbeiten, aber auch die Staaten udn Regionen, denen in der regel besser ausgebildete, junge und starke Arbeitskräfte entzogen werden. Dieses Problem kann sowohl ein Binnenproblem eines Landes sein - aber eben auch ein Problem zwischen den einzelnen Staaten.

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