Sonntag, September 25, 2011

Flughafen Hahn - nächster Skandal in RP

Der Flughafen Hahn sollte mal ein Vorzeigeprojekt gelungener Konversion werden. Die Rheinland-Pfälzer finanzieren mit zig Millionen Euro nur ein Chaos - Fehlplanung ist viel zu mild. Mit einer Offenheit, die einen nur sprachlos machen kann, erzählt der Landtagspräsident, man habe sich die Zahlen schön gerechnet und weil man es so wollte, sei man einfach mal von 7 Millionen Fluggästen pro Jahr ausgegangen. Grundlagen für diese Zahl kennt er nicht, kannte auch keiner, die Zahl passte aber mal einfach in die Rechnung:

Dazu sollte eine Eisenbahn zum Hahn geführt werden, vom Rhein über Simmern für die Bundesstraße zum Hahn und wurde autorbahnmäßig ausgebaut. Über die Mosel wird gegen den Widerstand zahlreicher Bürger ein Hochmoselübergang für mehrere Hundert Millionen Euro gebaut. Die Grünen sitzen auf ihren Ministersesseln und nicken zu allem - Gestaltungsillen ist da nicht zu erkennen.

Der Landtagspräsident und Aufsichtsratvorsitzende (was qualifiziert ihn eigentlich dazu? - außer dass er vielleicht noch einen Termin frei hatte) Mertes musste jetzt zugegeben, dass die Wirklichkeit leider anders aussieht als die in Mainz gebauten Luftschlösser der Landesregierung:

Link zu Stellungnahme des Landtagspräsidenten Mertes

Statt gewünschter 7 Millionen Fluggäste fliegen vom Hahn bei weitem nicht einmal die Hälfte der Paasagiere ab - nur knapp 2,8 Millionen. Dazu gibt es nur eine einzige Fluggesellschaft, die den Hahn für Passagierflüge nutzt - und weitere Millionen der Landesregierung aus den Rippen leiert.

Seit langem kämpft eine Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn, Ein Besuch deren Webseite lohnt sich.

Webseite der BI gegen den Nachflughafen Hahn

Eine weitere BI gegen Nachtflug (Flughafen Bitburg)

Bürger gegen den Nachtflug - Bitburg

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