Freitag, September 09, 2011

Jeder fünfte Deutsche lebt von Niedriglohn

Passau (dapd) - Gut jeder fünfte Vollzeitarbeitnehmer in Deutschland ist einem Medienbericht zufolge im Niedriglohnsektor beschäftigt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verdienten Ende vergangenen Jahres 4,6 Millionen der rund 21 Millionen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Deutschland monatlich weniger als 1.800 Euro Brutto, wie die Zeitungen unter Berufung auf eine Antwort der Bundesagentur auf entsprechende Fragen der Linksfraktion im Bundestag berichtet. Das entspreche einem Anteil von 22,7 Prozent. Nach Definition der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegt die sogenannte Niedriglohnschwelle bei zwei Dritteln des Medianlohns. Nach Angaben der Bundesagentur betrug dieser 2.702 Euro monatlich. Demnach lag die Niedriglohnschwelle Ende 2010 bei etwa 1.800 Euro.

Noch schlimmer sieht es in Rheinland-Pfalz aus: die Mehrheit der neuen Jobs für Frauen sind Minijobs zu Niedriglohn. Die Konsequenzen sind fatal: prekäre Beschäftigung führt zu einer Unterfinanzierung der Sozialsysteme in Deutschand. Insbesondere Altersarmut ist hierbei vorprogrammiert!


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