Dienstag, September 13, 2011

OECD warnt vor Altersarmut in Deutschland

Berlin (dapd) - Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) sieht die Gefahr wachsender Altersarmut in der Bundesrepublik. "Deutschland gehört international zu den Schlusslichtern bei der Alterssicherung von Geringverdienern", sagte die Leiterin der OECD-Abteilung Sozialpolitik, Queisser, der Zeitung "Die Welt" (heute). "Die strikte Beitrags-Leistungs-Bindung führt dazu, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und nur ein geringes Einkommen bezogen haben, im Alter armutsgefährdet sind." Queisser sagte, auch Menschen, die lange arbeitslos gewesen seien oder Kinder erzogen hätten, stünden in der Gefahr, im Alter nur eine kleine Rente zu beziehen. Außerdem seien in Deutschland lediglich Arbeitnehmer ins Rentensystem einbezogen. Viele kleine Selbstständige sorgten nur unzureichend oder gar nicht für ihr Alter vor. "Noch ist Altersarmut in Deutschland nicht weit verbreitet, doch wird sie deutlich zunehmen, wenn man nicht jetzt Maßnahmen ergreift", sagte Queisser.


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