Mittwoch, Februar 15, 2012

Beteiligt sich der Kreis Bitburg-Prüm an einer Veranstaltung zum Thema Sarrazin?




Sarrazin und Veranstaltungen

Sehr geehrter Herr Landrat,

ich bedauere sehr, dass der Kreistag nicht bereit ist über eine Finanzierung des Auftritts von Sarrazin mit Geldern des Kreises kritisch zu diskutieren. Die Argumente der Mitglieder des Kreistages interessieren mich schon. Zum Demokratieverständnis des Veranstalters weise ich nur darauf hin, dass er alle kritischen Bemerkungen in den sozialen Netzwerken sofort löscht – sofern er hierauf Einfluss hat und in Rundmails unrichtige Behauptungen über die Linke und die Grünen aufstellt.

Wir müssen uns als Gesellschaft mit rechtsradikalen Strömungen, Menschen und Organisationen auseinandersetzen. Fremdenfeindliche Tendenzen, Aktionen und Veranstaltungen sind überall gefährlich – aber gerade in Grenzregionen ist der Kontakt zu Menschen anderer Staaten intensiv. Gerade in Deutschland müssen wir besonders wachsam sein: und Autoren die von „Judengen“ schreiben, denen der Verlag nahelegen muss den Ausdruck „Rasse“ durch „Ethnie“ zu ersetzen, die einen rein biologistischen Ansatz der Beurteilung von Menschen propagieren bedienen und wecken Emotionen, die einem gedeihlichen Zusammenleben der Menschen zuwider laufen.

Aus diesem Grunde habe ich Kontakt aufgenommen mit den Autoren des Buches: „Sarrazin, die SPD und die Neue Rechte“ Wagner und Zander, die den Zusammenhang der Äußerungen Sarrazins über sein Buch hinaus beleuchten und insbesondere auch auf das Interview in „Lettre International“ eingehen und versuchen dies alles in einen gesellschaftlichen Kontext zu analysieren.

Die beiden Autoren sind bereit, an einer Veranstaltung zum Thema ihres Buches teilzunehmen.


Deshalb meine Anfrage – ist die Kreisverwaltung, sind Sie als Landrat bereit, diesen Autoren ein Forum zu geben, sind Sie bereit, an einer Veransatlung, die sich kritisch mit Sarrazin auseinandersetzt teilzunehmen.

Details habe ich überhaupt nicht festgelegt, können wir gerne nach Ihren Wünschen gestalten.

Mit besten Grüßen

Wolfgang Ferner

Die Linke

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