Samstag, Januar 25, 2014

Was der Rechtsausschuss des Landtages in RLP wert?


Aufregung im Trierischen Volksfreund (TV) am letzten Wochenende:Abgeordnete genehmigen sich einen Luxusflug in die USA! 72.000 Euro für die Reise nach Washington in der Business-Class. Laut TV würde ein Flug "wie Otto Normalverbraucher" nur 50.000 Euro kosten. Auch wenn die Abgeordneten jetzt etwas zurück rudern, "man habe nie vorgehabt ..." Das glauben wir sofort, wenn ein Abgeordneter - der sich nur für uns aufopfert und nie eigene Interessen verfolgt - das erklärt.

Aber wer sich ein wenig, nur ein ganz klein wenig, mit Flugpreisen auskennt wundert sich: 13 Personen Economy nach Washington 50.000 €, Business 72.000 €?? Na ja - wir können es ja leicht überprüfen, was würde es mit Lufthansa kosten, nicht gerade eine Billig-Airline.   Ein Flug - ohne Rabatt für eine Gruppe oder einen Landtag - in der Economy kostet ca. 800 €, für 13 Personen also ca. 10.000 €, Business-Class ca. 4.000 € pro Person, zusammen also 50.000 €??? was soll also die Rechnung? Oder gibt es auch noch ein Taschengeld für die Abgeordneten?

Aber was wollen die Abgeordneten überhaupt in Washington? Information zur Drogenpolitik - dass ich nicht lache. Die Abgeordneten würden wahrscheinlich mehr lernen, läsen sie den Beitrag aus dem NewYorker:

A MISSION GONE WRONG

WHY ARE WE STILL FIGHTING THE DRUG WAR?





Die Volksvertreter finden auch sicher jemanden, der ihnen dies übersetzt! 

Zum Jugendstrafvollzug brauchen Sie nur diese Bilder anzuschauen, das reicht um zu erkennen, dass es von den USA auf diesem Gebiete nichts zu lernen gibt; oder wollen wir in RLP jetzt auch private Jugendknäste?? Da gäbe es zu lernen! Außerdem haben wir in Freiburg ein Max-Planck-Insitutdas sich bestens mit diesen Fragen auskennt! Die Abgeordneten würden mehr lernen, wenn sie einen Wissenschaftler von dort für einen Nachmittag einladen: aber das ist natürlich nicht so schön wie in Washington nichts zu lernen und anstrengender ist es auch!

Aber der Medienausschuss kann natürlich auch nicht die Landespolitik planen ohne zuvor die Headquaters von Google gesehen zu haben. Na denn mal los!

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