Stimmungsvolles Kreta

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Freitag, 28. Mai 2010

Bier Airport - sind eigentlich alle besoffen?

Wollen wir den Fehlinvestionenim Land einen neuen Namen geben? Nach dem Nürburg-Ring kommt jetzt der Bier-Airport?

Nach Jahren und vielen verbauten Millionen haben wir vom Nurburgring erfahren, dass der dortige Investor Richter kein Investor sondern ein Planer ist. Die Geschäfte fort führt jetzt ein Hotelier, von dem die umliegenden Hotels befürchten, dass dieser Herr Lindner Umsatz auf Kosten der alt eingesessenen Hoteliers macht! Auf dem hahn, in Zweibrücken und Saarbrücken haben wir defizitäre Flughäfen, der Flughafen Köln hat seine Fracht an Maastricht und Leipzig verloren und Luxemburg-Findel ist auch noch in der Nähe: aber wir haben immerhin für den Flughafen Bitburg einen Investor - hm neinen einen Planer oder Porjektentwickler.

Der Planer ist immerhin gut für 1.200.000.000 Euro und will mindestens 400.000.000 Euro tatsächlich investieren - ham nicht er will die investireren, sondern die Investoren, die er an der Hand hat - deren Namen er uns aber nicht verrät! Ich hoffe nciht, dass es ein Herr Duppont (der wievielte auch immer ist) oder nicht die Firma Pinebek ist oder Schweizer Geldbeschaffer im Hintergrund agieren.

Jetzt dürfen die politischen Entscheider, Mitglieder des Stadtrates Bitburg oder Mitglieder des Kreistages des Eifelkreises Bitburg-Prüm aus der Presse von einem ausgehandelten "Letter of intend" (warum eigentlich muss das auf Englisch sein, der Text ist doch auf Deutsch gefasst?) erfahren. Komisch - da steht aber nix mehr von  400.000.000 Euro, aber es steht drin, dass Herr L. alle Anteile der Stadt Bitburg und des Kreises Bitburg-Prüm bekommen kann. Aber wieso Herr L. - er ist doch nur ein Entwickler und kein Planer? Eigentümer soll doch jemand ganz anderes werden und jemand anderes soll auch am fliegenden Geschäft Geld verdienen; oder habe ich nciht ganz aufgepasst?

Bezeichnend ist, dass der Volksfreund in der heutigen Ausgabe in einem Kommentar des Herr Seydewitz auch wieder vom Investor L. spricht: nein, Investor ist er doch nicht - wie auch schon der Herr R. am Nürburg-Ring: kein Investor. Damit ist absehbar: Letztendlich wird das Defizit von der öffentlichen Hand getragen - wenn denn überhaupt etwas gebaut wird und nicht hinter der Aktion etwas ganz anderes steht! Wieso fällt mir gerade Herr Charles Ponzi ein? Keine Ahnung - jedenfalls glaube ich nciht daran, dass Herr L. einen Flughafen mit echt fliegenden Flugzeugen, mit Fracht und Passagieren bauen kann. Wieso sollte das in Bitburg funktionieren: die Konkurrenz ist nah und groß! Die Verkehrsinfrastruktur ist nicht vorhanden und überall in Deutschland stehen Flughäfen leer und sind schon betriebsbereit! Bitburg? Mitten in Deutschland, von der Bundesbahn mit schnellen Verbindungen ausgestattet, mit einem großen Hafen?

und schließlich: warum soll der Kreis, die Stadt die Anteile verkaufen? Damit die Entscheidungsbefugnis und die Kontrolle in andere Hände kommen. Die Privatisiereung von öffentlichem Eigentum kann nicht im Interesse der Verwaltung und nicht im Interesse der Bevölkerung der Eifel liegen. Hat Herr L. alle Anteile der Gesellschaft in der Hand, kann er damit machen was er will - einmal, zweimal übertragen und schon sind alle Bindungen und gesellschaftsrechtlichen Beschränkungen weg - wie man gerade in Berlin schmerzhaft erfahren hat. Wer die Rechtslage nüchtern analysiert wird gegen einen Verkauf der öffentlichen Anteile stimmen!