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Mittwoch, April 11, 2012

Billen weint (der doch nicht!) - Kein richtiger Flugplatz in Bitburg


Das Ergebnis war vorhersehbar



Großflughafen Bitburg, tausende Arbeitsplätze, blühende Landschaften – davon träumte MdL Michael Billen und mit ihm viele Lokalpolitiker. Lamparski als Held aus Luxemburg!



Der Projektentwickler konnte zwar kein einziges Großprojekt nachweisen, aber mit einem ganzen Stab von Mitarbeitern, Beratern, Anwälten und Planer spulte er eine Feuerwerk ab, vom dem viele Politiker im Eifelkreis überzeugt wurden: lediglich die Linke und die Grünen stimmten gegen alle Pläne der Mehrheit im Kreistag.



Ohne Not hat der Kreistag dann auch noch beschlossen, die restlichen Anteile, die noch sein eigen waren, an Lamparski zu veräußern. Damit wurden neue Kosten produziert, ohne dass eine realistische Chance auf Vertragserfüllung seitens des Luxemburger bestand. So wurde insgesamt seitens der beteiligten kommunalen Vertretungen und der Flugplatz GmbH ein sechs-stelliger €-Betrag verschwendet!



Jetzt ist es Zeit einen Schlussstrich zu ziehen und sich zu der Erkenntnis durchzuringen: Kein Mensch braucht einen Bier-Airport Bitburg. Wir brauchen ein vernünftiges Nutzungskonzept und das kann nicht in einer fliegerischen Nutzung bestehen. Macht ein Energiekonzept, überlegt eine Re-Naturierung – überlegt, wie wir den Tower nutzen können.

Aus für den Bier-Airport Bitburg?

Eifelkreis Bitburg-Prüm: Gestern ist die Frist abgelaufen, innerhalb derer der vermeintliche Investor, Möchte-Gern-Projektentwickler Lamparski dem Kreis nachweisen sollte, dass er über 30 Mio. € verfügen kann. Damit soll dann ein Flughafenprojekt angegangen werden. Ich habe die Entwicklung schon mehrfach kommentiert: ein Flughafen Bitburg ist verkehrspolitisch völlig überflüssig, ökologisch negativ und wird - sollte man das Wahnsinnsprojekt tatsächlich beginnen - teuer für die öffentliche Hand und damit für die Bürger.
Ich habe aber auch nie geglaubt, dass Lamparski tatsächlich einen Flughafen bauen will, denn zwei Flughäfen in Rheinland-Pfalz beäme er bei einigem Verhandlungsgeschick geschenkt, wenn er denn dafür ein Konzept hätte - die Millionengräber Hahn und Zweibrücken sind jederzeit zu erwerben: was also treibt Lamparski um?
Im Laufe des Vormittags werden wir erfahren, dass das Geld nicht da ist: dann hat der Kreise Zeit vertan und eine Menge Geld versenkt, mit der wir auch etwas vernünftiges hätte schaffen können!

Ist das das Ende der "hochfliegenden" Träume einiger Bier-Unternehmer und einiger Größen in Verwaltung und Politik? Nur die Linke und die Grünen waren - aus unterschiedlichen Gründen - gegen den Flughafen. Aber was folgt, wenn Lamparski aus dem Rennen ist? Werden wir weiter suchen - einige werden sicher hoffen, dass Lamparski das Geld doch noch bringt. Daher glaube ich, dass die Hängepartie weiter geht, auf dem Flughafengelände keine "Öko-Idylle" entsteht und weitere Steuergelder verschwendet werden.